Forschungsbelege – Lundhags hatte auf der ganzen Linie Recht

Für uns bei Lundhags ist die Nachricht, dass die Natur das beste Wundermittel überhaupt ist, nicht neu, und doch wurde sie erst in den letzten Jahren tatsächlich wissenschaftlich belegt. Wenn Du also mit dem Abenteuer in den Wäldern gewartet hast, bis Du die forschungsergebnisse gesehen hast, kannst Du jetzt loslegen! Forscher an der University of Exeter und anderer Orte haben belegt, dass Menschen, die Zeit in der Natur verbringen, sowohl eine bessere Gesundheit als auch ein verbessertes Wohlbefinden genießen.

In der Nature-Publikation Scientific Reports überprüfen Forscher eine riesige Studie, in der 19.806 Teilnehmer Fragen zu ihrer Gesundheit beantworteten und wie viel Zeit sie in der vergangenen Woche in der Natur verbracht hatten, ihren eigenen Hof und Garten nicht eingerechnet. Die Studie zeigt einen klaren Zusammenhang zwischen denjenigen Personen, die mindestens 120 Minuten in der Natur verbracht hatten, und deren Wahrnehmung ihrer Gesundheit und ihres Wohlbefindens. Die Beziehung war bei Menschen jeden Alters vorhanden.  Auch bei Menschen mit gesundheitlichen Problemen.  

Dr. Westerlund war der erste in Schweden, der Ende des 19. Jahrhunderts seinen Patienten, die unter Angstzuständen litten, körperliche Betätigung verschrieb. Insbesondere verschrieb er Bergluft. Seit eineinhalb Millionen Jahren ist der Mensch „wandernd“ unterwegs, aber erst in den letzten 70 Jahren ist es zur Freizeitbeschäftigung geworden. In den letzten Jahren ist das Hiking buchstäblich explodiert, was angesichts der wissenschaftlichen Berichte zu diesem Thema leicht zu verstehen ist. Auch in Schweden gibt es viele Studien, die bestätigen, was Dr. Westerlund vor über 150 Jahren wusste – dass Wandern in der Natur den Blutdruck senken, Angstzustände vermindern und Depressionen lindern kann.  

Ann Dolling, Dozentin an der Schwedischen Universität für Agrarwissenschaften (SLU) in Umeå, ist seit 15 Jahren Teil eines Forschungsteams, das die Beziehung zwischen Wald/Natur und Gesundheit untersucht.   

article-forskningsbevis1.jpgPhoto: Victor Lundberg/Linda Svensson 

„Mein Fachgebiet ist der Wald und seine verschiedenen Eigenschaften. Zusammen mit meinem Team unter Einbeziehung weiterer medizinischer und psychologischer Expertise haben die Teilnehmer auf Fragen zu ihren Erfahrungen im Wald reagiert/sie beantwortet. Die Ergebnisse zeigten, dass Natur und Umwelt eine wichtige Rolle für unser Wohlbefinden spielen.   Ann Dolling nennt schnell einige Beispiele, was die Natur für die Gesundheit des Menschen zu bieten hat: Dem Gehirn wird die Möglichkeit gegeben, sich von Stress zu erholen, Blutdruck und Puls sinken, die Stimmung verbessert sich, Erholung/Regeneration und Rehabilitation werden verbessert usw.  Das liege daran, dass sich der Mensch tatsächlich entwickelt und an das Leben in der Natur/im Wald angepasst habe. Und doch leben mehr als 50 % der Weltbevölkerung in Städten. In Schweden leben 87 % der Bevölkerung in städtischen Gebieten. 

„Wir haben die Natur ‚weggebaut‘ und unser Gehirn war nicht in der Lage, mitzuhalten. Der Mensch hat zu einem großen Teil eine Umgebung geschaffen, in der die ‚alten Teile‘ des Gehirns nicht optimal funktionieren.“  

 

Ok, aber was ist in der Natur, dass wir uns so gut fühlen?      

 -Gewöhnlich wird ein Unterschied zwischen spontaner und fokussierter Aufmerksamkeit genannt, die in der Natur eher spontan ist, was auf geringe und sehr wenige Anforderungen unserer Umgebung zurückzuführen ist. Es gibt ausreichend Reize, so dass dem Gehirn die Möglichkeit gegeben wird, sich auszuruhen und unsere Empfindungen intensiver werden können. Vielleicht spüren wir den Wind in unseren Haaren, hören den Gesang der Vögel, riechen den Duft der Pflanzen, spüren die Sonnenstrahlen, die durch die Äste scheinen.  Auf der anderen Seite, wenn wir in der Stadt oder bei der Arbeit sind, sind wir gezwungen, uns ständig sehr fokussiert zu konzentrieren. Es gibt so viele Anforderungen, so viele Reize und so viele Entscheidungen, die ständig getroffen werden müssen. Zudem setzen wir uns Situationen aus, die dazu führen, dass unser Abwehrsystem (Kampf oder Flucht) allzu oft aktiviert oder nie abgeschaltet wird, wodurch das Gehirn weiterhin Signale erhält, dass es Stresshormone braucht, um verschiedene Situationen zu bewältigen.   Wenn wir in der Natur sind, wird unser Abwehrsystem nicht annähernd so oft aktiviert und unsere Stresshormonproduktion lässt nach.“ 

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Natur verschrieben

„Nach Forschung an der SLU wissen wir heute, dass Menschen, die an einer Burnout-Depression leiden, sich nach einem Aufenthalt in der Natur erholen.  Sie werden nicht einfach so ganz gesund, aber sie verbessern sich, und die Wirkung ist ziemlich schnell. Und auch gesunde, aber gestresste Menschen werden ruhig. Nur 40 Minuten im Wald reichen aus, um Puls und Blutdruck zu senken. Durch den Aufenthalt in der Natur erhält das menschliche Gehirn die Möglichkeit, sich in einer Umgebung auszuruhen, für die es aufgrund der Evolution geschaffen ist.“

 

Welchen Beitrag erhoffst Du Dir von Deiner Forschung?

„Dass Wald und Natur mehr als bisher als Heilmittel verschrieben werden können.   Wir haben mittlerweile so viel an Forschungsergebnissen, ganz zu schweigen von nachgewiesenen Erfahrungen, dass Natur und Wald allgemein als Heilmittel anerkannt werden sollten.“  

Lotta Byqvist ist eine Journalistin und Autorin, die zusammen mit Amelia Adamo das Buch „Hike & Enjoy“ geschrieben hat. Lotta Byqvist wandert seit 2007, als sie von Stockholm nach Åre zog und von der wunderschönen Natur der Gegend und all den lokalen Wandermöglichkeiten völlig fasziniert war.  

„Ich habe entdeckt, dass ich Jahreszeiten liebe, in denen der Boden eis- und schneefrei ist und man einfach die Stiefel schnüren und raus in die Natur gehen kann. Seitdem mache ich sowohl kürzere als auch längere Ausflüge – so oft es geht.“ Lotta erklärt, wie sie sich ruhig und energiegeladen zugleich fühlt, sobald sie raus in die Natur geht. Wie sich ihr Körper mit Energie füllt und der Stress einfach verfliegt.                                                                                          

article-forskningsbevis2.jpgAmelia Adamo und Lotta Byqvist - Fotograf: Marianne Brandt                                                                                                                                                                „Ich fühle mich ganz in meinem Element. Wenn ich eine Weile nicht in der Natur war, werde ich ein wenig depressiv und es juckt mich einfach, rauszukommen.“  

 

Was ist das Beste am Hiking?

„Freiheit und das Gefühl, mit der Natur eins zu sein!   Dass alles so einfach ist und keine Ansprüche stellt, ein ersehnter völliger Gegensatz zur Leistungsgesellschaft, in der wir leben. Im Wald zu wandern fühlt sich so … richtig an.“ Laut Lotta erlebt ihr ganzer Körper das Gefühl, dass Wandern gesund ist. Ihre Lieblingsbeschäftigung ist es, in der Natur zu wandern, und das Schlimmste, das ihr einfällt, ist, sich in einem Einkaufszentrum zu stressen.  

Wir bei Lundhags können uns nur darüber freuen, dass bewiesen wurde, dass wir Recht haben und freuen uns, weiterhin Produkte zu entwickeln, die den Menschen den Weg in die Natur erleichtern.  

(Lalla, ich weiß nicht – Du denkst vielleicht, dass es hier überhaupt nicht hinein passt – aber vielleicht ein Witz über „Ich habe es Dir doch gesagt“ in Form eines Memes …

 

Im Folgenden führen wir Beispiele für die Heilkraft der Natur auf, auf der Grundlage einer Zusammenstellung, die auf forskning.se gefunden wurde: Quellen: Forskning.se, KI, SLU sowie Naturvårdsverket (die schwedische Umweltschutzbehörde)

  •  Menschen, die in einer sehr grünen städtischen Umgebung leben, sind gesünder als diejenigen, deren Umgebung weniger grün ist. Sie sind weniger gestresst, leben länger und haben ein geringeres Risiko für Herzerkrankungen, Bluthochdruck, Typ-2-Diabetes und psychische Probleme.  
  • Kinder, die in einer grünen Umgebung geboren werden und aufwachsen, haben ein geringeres Risiko für ein niedriges Geburtsgewicht und für Übergewicht später im Leben.  
  • Vorschulkinder mit Zugang zu weitläufigen, grünen und abwechslungsreichen Außenbereichen haben eine bessere Konzentration, Nachtruhe, gesteigertes Wohlbefinden und geringere Infektionsraten. 
  • Ein japanisches „Waldbad“, also ein kurzer, entspannender Besuch im Wald, wirkt sich positiv auf das menschliche Immunsystem aus.  
  • Brustkrebspatientinnen kommen mit der Behandlung besser zurecht, wenn sie regelmäßig in die Natur gehen.  
  • Der Blick in die Natur von Krankenhausbetten aus kann dazu führen, dass sich Patienten besser fühlen und schneller genesen. Eine Reihe von Studien hat gezeigt, dass bereits Naturbilder, zum Beispiel Filme oder Gemälde, Stress abbauen und die Gesundheit fördern können.  
  • Wenn das Gehirn spontan einen Natureindruck erhält, erleben wir Erholung und Stressabbau.